Besondere Anerkennung Wohnanlage "zum Hafner"
Christian Mandl, kehrbaum + engel architekten BDA, Augsburg, Deutschland
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Technische Daten

Baujah
r: 1999

Einsatz der Solarwärme:
Warmwasserbereitung,
Heizungsunterstützung

Kollektortyp:
Flachkollektor

Kollektorfläch
e:
94 m2

Speichervolumen:

9.000 l

Beheizte Fläche
:
1.851 m2

Restwärmedeckung
:
Erdgas
Beurteilung der Jury (Auszug)

Die beiden vorgelegten Gebäude bilden den südlichen Abschluss einer kleinen zusammengehörigen Neubaugruppe aus fünf 3-geschossigen Gebäudezeilen mit zusammen 25 Wohnungen unterschiedlicher Größen.
Die kompakte Kubatur der Gebäude verrät zusammen mit den je Himmelsrichtung unterschiedlichen Größen der Gebäudeöffnungen - soweit aus dem etwas kargen Bild- und Planmaterial ersichtlich - die richtige ökologische Grundhaltung. Statt Dachkollektoren werden sinnvollerweise Fassadenkollektoren verwendet. Für alle Wohnungen der gesamten Gebäudegruppe befindet sich die gemeinsame Heizzentrale mit Pufferspeicher im UnterGeschoss der beiden südlich gelegenen Gebäude.
Mit den Holzfassaden in vornehmer Proportionierung und eleganter Detaillierung wird den Gebäuden ein großzügiges, aber auch zurückhaltendes, jedoch einprägsames Erscheinungsbild gegeben. Die in direkter Südausrichtung in die Fassade integrierten Kollektorflächen werden zum wie selbstverständlich wirkenden Gestaltungselement.
Die Gebäudegruppe ist insgesamt architektonisch und städtebaulich als vorbildlich anzusehen.
Projektbeschreibung

Im Zentrum von Ottobeuren, bekannt durch die berühmte Basilika, findet man die Wohnanlage "Zum Hafner". Auf 5 Gebäude verteilt sind 25 Wohneinheiten vom Stadthaus über drei Etagen bis zur 2 Zimmer-Wohnung.
In den Häusern A + B sind in den Südfassaden 94 m2 Flachkollektoren eingebaut, zur Zeit die größte fassadenintegrierte Kollektorfläche in Bayern.
Wichtig war dabei, die Kollektoren in die Fassade zwischen die Holzfenster und Verkleidungen elegant einzubeziehen.
In der gemeinsamen Heizzentrale für die 25 Wohnungen in der TG befindet sich der Pufferspeicher mit 9 m3. Die Nachheizung erfolgt durch eine Erdgas- Brennwerttherme. Der Pufferspeicher gewährleistet einen optimalen Wirkungsgrad der Solaranlage. Zudem arbeitet die Brennwerttherme im kondensierenden Bereich, ein hoher Jahresnutzungsgrad der Gesamtanlage wird dadurch erreicht.