Lobende Erwähnung Solarsegel
Walter Giers, Gerhard Ammon, Stadtwerke Fellbach, Deutschland
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Technische Daten

Baujahr:
1998-1999

Einsatz der Solarwärme:

Heizungsunterstützung,
Einspeisung in Nahwärmenetz

Kollektortyp:
Vakuum-Röhrenkollektor

Kollektorfläche:
65 m2

Speichervolumen:

3.000 l

Restwärmedeckung:

Erdgas


Beurteilung der Jury (Auszug)

Jeglichem Wirtschaftlichkeitsdünkel durch den deutlichen Symbolcharakter entfliehend gelingt es dem Sonnensegel von Walter Giers den spielerischen Umgang mit innovativen Techniken zu demonstrieren. Als solares "Fanal" signalisiert es den Beginn eines neuen Zeitalters der regenerativen Energieversorgung, für das angrenzende Neubaugebiet ebenso, wie für den Standort Fellbach.
Projektbeschreibung

Ein markantes Wahr- und Wegzeichen am Ortseingang für Fellbach und ein energiepolitisches Signal für das zukunftsweisende Energiekonzept der Neubausiedlung Kleinfeld-Ost – dies war einer der grundlegenden Gedanken bei der Konzeption des Solarsegels Fellbach – auch 'Sonnensegel' genannt.
Des Weiteren stand bei der Entwicklung die ästhetische Wirkung im Vordergrund:
Am Tag luftig, leuchtend, gleißend, strahlend – kontrapunktiert mit dem grün der Umgebung und symbolisiert den 'Griff zur Sonne'. Die Formgebung ist trotz der Größe leicht und dynamisch.
In der Nacht eine geheimnisvolle Lichterscheinung – mit sparsamen Stroboskoplampen funkelnd.
Bis zur Fertigstellung der restlichen Bauabschnitte speist das Segel ausschließlich in die Wärmeversorgung von Gebäude 10 (3 Wohnungen) ein. Nach dem Anschluss von Gebäude 10 an die Nahwärmeversorgung kann die vom Segel gelieferte Solarwärme in das Nahwärmenetz eingespeist werden.